Mandanteninformation Januar / Februar 2015

In der Mandanteninformation Januar / Februar 2015 haben wir wieder aktuelle Urteile und Neuerungen aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht für Sie zusammengestellt.

Die Themen dieser Ausgabe:

Midi-Jobs: Ab 2015 gibt es vollen Sozialversicherungsschutz nur noch für Beschäftigte mit einem Einkommen ab 450,01 €. Der Bestandsschutz mit vollständiger Versicherungsleistung für Alt-Midi-Jobber mit einem Einkommen von 400 E bis 450 € endet zum 01.01.2015.
• Betriebsausgaben bei Nutzung des Ehegatten-PKW: Ein Unternehmer kann keine Betriebsausgaben für die Nutzung eines PKW geltend machen, wenn der Wagen seinem Ehegatten gehört und letzterer auch sämtliche Aufwendungen getragen hat. Der Unternehmer hat dann keine eigenen Aufwendungen, die steuerlich abgesetzt werden könnten.
• Buchnachweis bei Ausführlieferung: Der für die Umsatzsteuerfreiheit einer Ausfuhrlieferung erforderliche Buchnachweise kann dadurch erbracht werden, dass der Unternehmer die Ausfuhrlieferungen auf einem separaten Konto bucht und dabei unter Angabe der jeweiligen Rechnungsnummer auf die einzelnen Rechnungen Bezug nimmt.
Neues Schreiben zu den Reisekosten: Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat ein neues Schreiben zur Reform des „neuen“ steuerlichen Reisekostenrechts veröffentlicht und die Anwendung verschiedener Regelungen bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit konkretisiert.
Rentenbeitrag sinkt, Pflegeversicherung steigt: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung wird ab Januar 2015 von 18,9 auf 18,7 % gesenkt. Auch der Beitragssatz in der knappschaftlichen Rentenversicherung sinkt zum 01.01.2015 von 25,1 auf 24,8 %.
• Kippt das Abzugsverbot für Studienkosten? Der Bundesfinanzhof (BFH) hält das gesetzliche Abzugsverbot für Kosten einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums für verfassungswidrig und hat das Bundesverfassungsgericht angerufen.
Scheidungskosten zum Teil absetzbar: Scheidungskosten sind auch weiterhin als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Die gesetzliche Neuregelung, nach der Prozesskosten grundsätzlich nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden, gilt nicht für die Kosten eines Scheidungsprozesses.
Elterngeld plus: Der Bundesrat hat das Gesetz zur Einführung des Elterngeld-Plus in seiner Sitzung am 28.11.2014 gebilligt. Damit kann es am 01.01.2015 in Kraft treten.

Mandanteninformation 1.2015

Beachten Sie bitte auch die Merkblätter und Checklisten unter Downloads.