Mandanteninformation Juli / August 2016

In der Mandanteninformation Juli / August 2016 haben wir wieder aktuelle Urteile und Neuerungen aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht für Sie zusammengestellt:

Die Themen dieser Ausgabe:

Mitunternehmerstellung in einer Gemeinschaftspraxis: In einer Freiberuflerpraxis kann eine Mitunternehmerstellung der einzelnen Gesellschafter nur dann angenommen werden, wenn diese Mitunternehmerinitiative ausüben und Mitunternehmerrisiko tragen.

Übertragung des Betriebsgrundstücks auf das Kind: Errichtet ein Unternehmer auf einem Grundstück, das ihm und seiner Ehefrau, die nicht unternehmerisch tätig ist, gemeinsam gehört, ein Betriebsgebäude, so gehört das Gebäude zur Hälfte seiner Frau und ist insoweit ihrem steuerlichen Privatvermögen zuzurechnen.

Unfallkosten und Entfernungspauschale: Die Bundesregierung hat sich zum Abzug von Unfallkosten neben der Entfernungspauschale geäußert. Die überraschende Aussage: Ein Werbungskostenabzug soll weiterhin möglich sein.

Ermäßigte Besteuerung von Abfindungen: Die Finanzverwaltung wendet die günstige Rechtsprechung  des Bundesfinanzhofs (BFH) zu Abfindungszahlungen, die in zwei Teilbeträgen geleistet wurden, nun allgemein an.

Förderung des Mietwohnungsneubaus: Das Gesetzvorhaben zu steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus (s. hierzu unseren Beitrag in der letzten Ausgabe dieser Mandanten-Information) ist kurz vor seiner Abstimmung im Bundestag am 26.04.2016 vorerst gestoppt worden.

Entfernungspauschale bei Vermietungseinkünften: Bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sind Fahrtkosten nur in Höhe der Entfernungspauschale von 0,30 € pro Entfernungskilometer anzusetzen, wenn der Vermieter permanent zu seiner Mietimmobilie fährt. Dann ist nämlich davon auszugehen, dass die Immobilie den Mittelpunkt seiner Vermietungstätigkeit darstellt.

Förderung der Elektromobilität: Die Bundesregierung hat am 18.05.2016 den Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr beschlossen.

Urlaubs-/Weihnachtsgeld und Mindestlohn: Urlaubs- und Weihnachtsgeld können auf den Mindestlohn angerechnet werden. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in letzter Instanz entschieden.

Mandanteninformation 7.2016