Mandanteninformation März / April 2015

In der Mandanteninformation März / April 2015 haben wir wieder aktuelle Urteile und Neuerungen aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht für Sie zusammengestellt.

Die Themen dieser Ausgabe:

Erbschaftsteuer verfassungswidrig: Am 17.12.2014 hat das Bundesverfassungsgericht das geltende Erbschaftssteuerrecht teilweise für verfassungswidrig erklärt. Dennoch sind die Vorschriften zunächst weiter anwendbar; der Gesetzgeber muss bis zum 30.06.2016 eine Neuregelung schaffen.
Vorsteuerabzug bei Rechnungsverlust: Den Nachweis darüber, dass ein anderer Unternehmer Steuern für Lieferungen oder sonstige Leistungen gesondert in Rechnung gestellt hat, kann der Unternehmer mit allen verfahrensrechtlich zulässigen Beweismitteln führen.
Rückwirkung einer Rechnungsberichtigung: Das Niedersächsische Finanzgericht (FG) hat den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Klärung der Frage angerufen, ob eine fehlerhafte Rechnung rückwirkend berichtigt werden kann. Sollte der EuGH dies bejahen, könnten Nachzahlungszinsen zur Umsatzsteuer vermieden werden.
Einkünfte einer Gemeinschaftspraxis: Eine ärztliche Gemeinschaftspraxis ist auch dann freiberuflich tätig, wenn sie einen angestellten Arzt beschäftigt, die wesentlichen Behandlungsentscheidungen jedoch von den Praxisinhabern getroffen werden. Die Einkünfte aus der Gemeinschaftspraxis sind dann nicht gewerbesteuerpflichtig.
• Lohnsteuer bei Betriebsveranstaltungen: Mit dem Ende letzten Jahres verabschiedeten Zollkodex-Anpassungsgesetz werden die Regelungen zur Ermittlung des geldwerten Vorteils bei Betriebsveranstaltungen, so wie sie bisher von der Finanzverwaltung gehandhabt worden sind, größtenteils gesetzlich festgeschrieben.
• Definition der Erstausbildung: Ebenfalls wurde mit dem Zollkodex-Anpassungsgesetz nunmehr der Begriff der Erstausbildung näher definiert.
• Verpflegungsmehraufwendungen bei Wegverlegung: Mehraufwendungen für die Verpflegung im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung können auch in sogenannten Wegverlegungsfällen für die ersten drei Monate nach Verlegung des Haupthausstandes berücksichtigt werden.
Antrag auf Erlass der Grundsteuer: Anträge auf Erlass der Grundsteuer müssen bis zum 31.03. gestellt werden

Mandanteninformation 2.2015

Beachten Sie bitte auch die Merkblätter und Checklisten im Download Center.